“Fotografier mich, fotografier mich!”

(JM) Zwei Stockwerke über mir arbeitet Gabriele Bargel. Sie empfängt mich in Flipflops, einer gelben Leinenhose und einem Lächeln. „Mein letzter Auslandsaufenthalt? Vor kurzem – Anfang April in Mosambik.Ich habe ein Projekt zur Ernährungssicherung und Trinkwasserversorgung besucht.“ Gemeinsam werden Wasserzisternen an Schulen für Schüler und Schülerinnen, sowie für Lehrer und Lehrerinnen gebaut, damit auch bei Wasserknappheit der Unterricht stattfindet. Außerdem werden für den Gemüseanbau Wasserrückhaltebecken errichtet. „100 Dorfbewohner werden 30 Tage lang von unserem Partner Caritas Mosambik beschäftigt. Die Familien erhalten jeweils 1 Sack Reis, Bohnen, Öl, Salz und Zucker und im Gegenzug arbeiten die Bewohner am Gemeinschaftsprojekt für das Dorf. Als ich da ankam, kam mir eine lebhafte Frau entgegen. Sie hat eine Schubkarre voller Erde geschoben, gelacht und mir immer zugerufen: ‚Fotografier mich, fotografier mich!’ Es war so heiß und schwül, ich habe schon im Stehen geschwitzt, aber die Dorfbewohner arbeiteten mit einer unglaublichen Lebensfreude und Energie an dem Projekt für ihr Dorf. Die Menschen machten auf mich einen sehr lebhaften und zufriedenen Eindruck – und das, obwohl sie nicht im Luxus wie wir leben können. Wir haben schließlich sogar alle zusammen getanzt, wobei ich ja anfangs schon etwas skeptisch war. Ihnen liegt das irgendwie mehr im Blut. Letztendlich hat aber sogar der nationale Caritasdirektor seine Hüften geschwungen“, lacht sie.

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