Japan: Austauschmöglichkeiten

(RW) Schon jetzt – ist die Traumaarbeit wichtig, die Aufarbeitung des Erlebten (siehe dazu auch Die ZEIT vom 8.9.) wird in Zukunft an Bedeutung noch zunehmen. Hier will die Caritas einen Schwerpunkt ihrer weiteren Arbeit setzen. Vor allem die Älteren – und noch viel mehr all jene, die ihre Lieben verloren haben – brauchen Zuspruch und Austauschmöglichkeiten. Selbst- und Fremdvorwürfe sind hoch und enorm belastend. Die bereits angesprochene Isolierung in den Wohncontainern wird dieses Problem noch weiter verschärfen. Fachliche Hilfe tut hier dringend Not.

Dazu hat man sich nun die mobilen Cafés einfallen lassen: Gruppen von Freiwilligen ziehen mit Stühlen, Tischen und Bewirtungsgerät von Containersiedlung zu Containersiedlung und bieten den Bewohnern die Möglichkeit, sich kennen zu lernen, auszutauschen und auszusprechen. Da die Zuteilung über Losverfahren erfolgte, gibt es in den Lagern viele, die ihre Nachbarn nicht kennen, was nicht nur in Japan ein Grund der Verunsicherung ist.

Print Friendly, PDF & Email

Autor: Reinhard

(RW) Reinhard Würkner, Asienexperte der Caritas international aus Leidenschaft. Er ist Leiter des Projektreferats Asien / Ozeanien. Schon einige Jahre begleitet er Caritas international – genauer gesagt steht im Oktober 30 jähriges Jubiläum an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.