21. Dezember 2011   | Neuer Kommentar

Japan: Geschäftsleben

(RW) Die berufliche und existentielle Rehabilitation von Betroffenen ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit vor Ort. In Kesennuma hat man über die Arbeit in einem kleinen Evakuierungszentrum Zugang zu einer Gruppe von Kleinhändlern gefunden, deren Geschäfte alle vom Tsunami zerstört wurden. Manche waren zwar versichert, aber die Leistungen der Versicherungen decken bei weitem nicht alle notwendigen Auslagen für eine Wiederaufnahme der Tätigkeit ab.

Hinzu kommt, dass praktisch alle Gebiete, in denen der Tsunami gewütet hat, Sperrgebiet sind. Konkret heißt das, dass kein Haus und Geschäft, das in diesem Gebiet liegt, wieder bezogen bzw. wieder eröffnet werden darf. So gleichen viele betroffene Orte am Meer Geisterstädten. Die Regierung hat zwar verlautbart, dass man an einem Masterplan arbeite, nach dessen Beschluss ein Wiederaufbau – oder ein Abriss – der stehen gebliebenen Häuser erfolgen kann. Doch niemand weiß, wann dieser Plan kommt – und was er beinhaltet.

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Archiv, Asien

Über Reinhard

Reinhard (RW) Reinhard Würkner, Asienexperte der Caritas international aus Leidenschaft. Er ist Leiter des Projektreferats Asien / Ozeanien. Schon einige Jahre begleitet er Caritas international – genauer gesagt steht im Oktober 30 jähriges Jubiläum an.

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