Kenia: Eine Million Sterne für Straßenkinder

(IS) „Armut macht krank – jeder verdient Gesundheit“: Das Kampagnenmotto der Caritas gilt nicht nur für Deutschland. Überdeutlich ist der Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit auch in anderen Ländern der Welt – wie zum Beispiel in Kenia. Hier unterstützt Caritas international ein Projekt für Straßenkinder, die besonders hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Sie stehen im November 2012 im Mittelpunkt der Aktion „Eine Million Sterne“. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit setzt das internationale Caritas-Netzwerk mit „Eine Million Sterne“ ein sichtbares Zeichen für eine solidarische Gesellschaft und eine gerechte Welt.

Straßenkinder auf einer Verkehrsinsel mitten in Nakuru
Straßenkinder auf einer Verkehrsinsel mitten in Nakuru

Um Solidarität und Gerechtigkeit geht es auch im „Social Welfare Program“ der Erzdiöse Nakuru, die in Kenia zwei Straßenkinderzentren betreut. Nakuru ist mit rund 700.000 Einwohnern die drittgrößte Metropole des Landes und belegt Rang vier der am schnellsten wachsenden Städte weltweit. (Hintergrundinfos über Nakuru). Etwa 5.000 Kinder- und Jugendliche im Großraum Nakuru leben auf der Straße. Viele suchen auf Müllhalden nach Nahrungsmitteln und nach Wiederverwertbarem, das sie verkaufen, um überhaupt überleben zu können. Doch die Arbeit auf den Müllbergen ist in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Ziel des Sozialprogramms, das von Caritas international unterstützt wird, ist es, das Recht der Straßenkinder auf Bildung zu realisieren, die Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und die Kinder wieder in Familien und in die Gesellschaft zu integrieren.



Sie nennen den Ort, der aus flatternden Plastiktüten und moderndem Abfall besteht, London.
Sie nennen den Ort, der aus flatternden Plastiktüten und moderndem Abfall besteht, London.

So bieten die Sozialarbeiter in den Tages- und Rehabilitationszentren des Programms unter anderem sozialpädagogische Betreuung an, bei der Beschäftigungstherapie-Angebote wie Malen, Basteln, handwerkliche Tätigkeiten sowie Spiele und Sport den Alltag der Kinder strukturieren sollen. Auch Aufklärungsarbeit über HIV/ AIDS und Drogenkonsum wird geleistet, wenn möglich unter Einbezug der Eltern, die darüber hinaus Alphabetisierungskurse erhalten. „Bildung für alle“ lautet das Motto. Etwa 400 Kinder sind derzeit in verschiedenen Bildungseinrichtungen eingeschrieben.

Straßenkinder in Kenia, die die Primar- bzw. Sekundarschule besuchen
Straßenkinder in Kenia, die die Primar- bzw. Sekundarschule besuchen

Seit Beginn des Projekts im Jahr 1976 wurden mit Hilfe von Caritas international und dem lokalen Partner rund 2500 Kinder begleitet. (Hintergrundinfos über das Projekt). Jahr für Jahr schaffen es viele Straßenkinder durch diese Hilfsangebote, die Spirale der Armut zu durchbrechen und das Leben auf der Straße gegen ein menschenwürdiges Leben einzutauschen. Die Geschichten, die diese Kinder erzählen können, sind so individuell und mitreißend wie die Kinder selbst.

Einige dieser Lebensgeschichten möchten wir bis zum Start der Aktion „Eine Million Sterne“ am 10. November 2012 hier auf unserem Block erzählen. Die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Kevin Kamande Muiro (22), Nicolas Sadaka (23), Peter Njuguna (23), Florence Awiro (22) und Phyllis Wambui (20) heißen die jungen Erwachsenen, die euch in unserer kleinen Portrait-Reihe Einblicke in ihre Kindheit geben und über ihre ganz persönlichen Ziele sprechen werden.

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