Indonesien: Durch Selbstbefähigung zu neuem Selbstvertrauen

(MY) Dewi Trianingsih ist 29 Jahre alt und hat einen Gymnasialabschluss. Sie war immer unter den besten drei in ihrer Klasse. Doch wegen ihrer Behinderung durch eine Kinderlähmung wollte sie nach dem Abschluss niemand in der Gegend anstellen, auch nicht für simple Verwaltungstätigkeiten, bei denen ihre Behinderung keinerlei Einschränkung darstellt.

Dewi

Dewis Körper bebt wenn sie einer Person zum ersten Mal begegnet. Nach einigen Minuten Konversation fasst sie jedoch Selbstvertrauen und das Zittern lässt nach. Seit einer Anschubfinanzierung und Förderung durch CIQAL verkauft Dewi Guthaben für Mobiltelefone und seit kurzem auch Gebäck:

„Ich bin froh, dass CIQAL mir vor zwei Monaten einen Backkurs angeboten hat. Seitdem habe ich das Backen zu meinem Hobby gemacht und ich backe nascer, kastengel und kue lapsis (indonesisches Gebäck) für den Verkauf“, erzählt Dewi und lässt mich von ihren Plätzchen kosten. Momentan kann Dewi im kleinen Maßstab Gebäck produzieren, ein Problem stellt jedoch zusätzliches Kapital sowie die Marktlage dar: „Ohne zusätzliches Kapital kann ich nicht mehr Gebäck produzieren, da ich mir die Zutaten für größere Bestellungen nicht leisten kann. Außerdem möchte ich meine Plätzchen anderen Verkäufern auf den umliegenden Märkten zum Verkauf anbieten. Das geht jedoch nicht, da die Bezahlung der Ware in diesem Fall erst nach dem Verkauf meiner Plätzchen durch den Händler erfolgt. Bis dahin kann ich mir jedoch keine neuen Zutaten für die Produktion weiterer Plätzchen kaufen.“

Durch ihren Zuverdienst gewinnt Dewi auch neues Selbstvertrauen

CIQAL kennt die Probleme von Menschen mit Behinderung wie Dewi gut. Daher bemüht sich die Organisation darum, die Menschen über die handwerkliche Qualifikation hinaus durch weitere Trainings zu unterstützen. „Eine Ausbildung in der Produktion ist nicht genug und stellt bloß den Anfang der Begleitung der Menschen dar. Es folgen Workshops in Vermarktung. Zudem bemühen wir uns, erfolgreiche Geschäftsleute aus der Umgebung einzubinden um faire Marktbedingungen zu fördern und Kooperationen zu initiieren“, erklärt Ari. Das Training umfasse zudem die Anforderungen für erfolgreiche Selbständigkeit für Menschen mit Behinderung, einschließlich des passenden Auftretens gegenüber Kunden und anderen Unternehmern, geschäftliche Fähigkeiten sowie den erschwinglichen Zugang zu Kapital.

In meinem nächsten Beitrag berichten euch Ari und Dwi von Ciqal über ihre Arbeit und Erfahrungen als Ciqal-Mitarbeiter.

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2 Gedanken zu „Indonesien: Durch Selbstbefähigung zu neuem Selbstvertrauen“

  1. Eindeutig eine große Sammlung zusammengereimter Bullshit! Mit diesem Bericht versucht der Autor die so offt erwähnte Organisation CIQAL besser dastehen zu lassen.

    Es wird hier das Schicksal eines Mädchen genommen und für die Werbung einer Organisation missbraucht.

    ->CIQAL sucks

    1. Hallo Lino Kaiser,
      “Zusammengereimter Bullshit” ist jetzt wahrlich nicht das, was ich mir unter einem einigermaßen qualifizierten Kommentar vorstelle. Ganz im Gegenteil: das ist eine Unterstellung. Unser Kollege bloggt als Mitarbeiter in dem Projekt aus Indonesien. Was sollte denn falsch daran sein, wenn er aus seiner Warte positiv über das Hilfsprojekt für behinderte Menschen berichtet, das er (und Caritas international) voll und ganz unterstützt?

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