4. Mai 2015   | 1 Kommentar

Nepal: Die Menschen in den Bergen brauchen Hilfe

In Kathmandu arbeiten internationale Caritas-Verbände Hand in Hand. Nach einigen Tagen wird deutlich, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird. Stefan Teplan berichtet.

 Helferinnen und Helfer der Caritas Nepal beim Verpacken von Hilfsgütern für eine Verteil-Aktion. Foto: Stefan Teplan, Caritas international


Helferinnen und Helfer der Caritas Nepal beim Verpacken von Hilfsgütern für eine Verteil-Aktion. Foto: Stefan Teplan, Caritas international

Die Hilfe für die Menschen in Kathmandu läuft auf vollen Touren. Ein Pickup-Wagen nach dem anderen verlässt, schwer beladen mit Hilfsgütern, die Zentrale der Caritas Nepal und schwärmt in die diversen Stadtviertel zu den Betroffenen aus. In manchen Vierteln fällt der Strom immer wieder aus und gibt es kein Wasser. Die Caritas verteilt Lebensmittel, Trinkwasser, Decken, Planen und leistet medizinische Hilfe, wo immer sie nötig ist.

Nach diesen ersten Tagen der Hilfe, in der noch immer nicht ganz klar ist, wo in Nepal Menschen durch das Erdbeben litten und leiden – in abgelegenen Bergregionen, die seit dem 25. April noch niemand aufgesucht hat – mahnt bei einem Koordinationstreffen Pius Perumana, Direktor der Caritas Nepal, an: „Wir haben jetzt sehr viel in der Hauptstadt geholfen. Die betroffenen Menschen sind durch viele andere Hilfsorganisationen, die eintrafen, inzwischen relativ gut versorgt. Wir müssen uns um die kümmern, die vernachlässigt werden und verzweifelt in den Bergen auf Hilfe warten.“ Und er trifft eine klare Entscheidung: „Wir werden den Menschen in Kathmandu selbstverständlich weiterhelfen. Aber der Fokus der Hilfe der Caritas Nepal liegt von heute an auf den Erdbebengebieten außerhalb der Hauptstadt.“

Am nächsten Tag brechen vier internationale Teams in vier verschiedene vom Erdbeben betroffenen Regionen aus – nach Gorkha, nach Kavre, nach Sindhupalchok und Nuwakot.


Archiv, Asien, Katastrophenhilfe und -vorsorge

Über Stefan Teplan

Stefan Teplan Stefan Teplan ist Journalist und Öffentlichkeitsarbeiter für Caritas international. Seit 2007 begleitet er die jährlichen Begegnungsreisen mit Caritas-Mitarbeitenden aus aller Welt.

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Svenja Köster
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Hallo Herr Teplan,
Namaste!

Carisimo e.V. ist bereits seit über 10 Jahren in Dhading/Nepal engagiert. Zum Glück hat unser Hauptprojekt, ein Kinderdorf, die Erdbeben gut überstanden, jedoch ist das angrenzende Bergdorf inklusive Schule fast vollständig zerstört worden.

Wir haben bereits Spendengelder gesammelt und ein Hilfstrupp mit Material wird nächste Woche nach Kathmandu fliegen. Haben Sie Broschüren/Infomaterial in dem veranschaulicht wird, wie die Häuser Erdbebensicher wieder aufgebaut werden sollten? Oder kennen Sie jemanden, der uns weiter helfen kann?

Vielen Dank und beste Wünsche München,

Svenja Köster