Israel / Palästina: Besuch im Babyhospital

Gleich vis-à-vis der Mauer, die Bethlehem von Jerusalem bzw. israelisches Gebiet vom autonomen Palästinensergebiet abtrennt, liegt das Caritas Baby Hospital. Seit es 1952 entstand, ist es eine ganz wesentliche Einrichtung für die Gesundheitsversorgung der Menschen in  der ganzen Region.
Kranke Babys aber auch Kinder aller Altersstufen werden hier ambulant und stationär versorgt. Mehr und mehr wird das Haus seit einigen Jahren dabei auch zu einem Familienzentrum, in dem die Eltern Begleitung, Beratung und Hilfe zur Gestaltung ihres Familienalltags erhalten.

Familie im Babyhosital
Alles gut. Junge Familie nach dem Besuch im ambulanten Bereich.

Dabei geht es etwa um Fragen der Gesunderhaltung der Kinder, um Ernährung oder Hygiene. Wir Fuldarer spüren bei unserem Besuchsrundgang durch die Einrichtung nicht nur diese Wichtigkeit des Hospitals für die Betreuung von erkrankten Kindern und ihrer Familien. Wir spüren auch die Bedeutung des Hauses als Ort der Hoffnung auf eine mögliche bessere Zukunft: Gemeinsames Leben der Völker und Religionen in Frieden und Toleranz ist machbar. Das Krankenhaus beweist es schließlich tagtäglich.

Bei der Verabschiedung holt uns dann die fragile Wirklichkeit wieder ein: Nach einem der – wie man uns versichert – ebenfalls alltäglichen Zusammenstöße an der nahen Demarkationslinie bringen uns Tränengasschwaden dazu, auf dem Weg zum Bus “die Beine in die Hand zu nehmen”…

 

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Autor: Christian Scharf

Dr. Christian Scharf ist Pressereferent vom Caritasverband der Diözese Fulda. Er schrieb für den Blog bereits von Dialog- und Pressereisen aus Kambodscha, Jordanien und dem Libanon. Regelmäßig ist Christian Scharf in der Ukraine unterwegs, denn hier hat Caritas Fulda einen Schwesterverband in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk, und von dort berichtet Christian Scharf immer wieder über den Fortgang gemeinsamer Hilfsprojekte.

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