23. Juni 2016   | Neuer Kommentar

Ukraine: Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung

Es war ein feierlicher Moment gleich am ersten Tag der Delegationsfahrt einer Caritas-Gruppe aus Fulda in die Region Iwano-Frankiwsk in der Westukraine. Im Beisein des Ortsbischofs Wolodemyr und den Caritas-Mitarbeitern aus Deutschland eröffnete die Caritas Iwano-Frankiwsk feierlich eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen.

Bernd Wystrach der Caritas Fulda gratuliert der Gewinnerin Sofia für ihren Entwurf eines Logos die Elterinitiativen des Beratungszentrums. Foto: Caritas international / Christian Scharf

Bernd Wystrach der Caritas Fulda gratuliert der Gewinnerin Sofia für ihren Entwurf eines Logos die Elterinitiativen des Beratungszentrums. Foto: Caritas international / Christian Scharf

Die Einrichtung liegt direkt in der Innenstadt der Stadt Iwano-Frankiwsk am Fuße der Karpaten in der Westukraine. Der Bischof unterstrich, dass die Lage der Beratungsstelle nahe des Dom im Zentrum der Stadt ideal sei. Er dankte den Fuldaer Partnern, die mit ihrer Förderung  – maßgeblich auch unterstützt durch die Aktion Mensch – das Projekt initiiert hatten und durch finanzielle Unterstützung am Leben hielten. Ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung erfolgte die Prämierung der Gewinner eines Wettbewerbs zur Findung eines gemeinsamen Logos und einem Slogan. Prämiert wurde ein Entwurf der Schülerin Sofia Rushstok aus Iwano-Frankiwsk mit dem Titel  „Verwirkliche dich in der Selbsthilfegruppe!“

Ziel der Zusammenarbeit in der Behindertenhilfe zwischen den beiden Caritasverbänden ist es, auf die Entwicklung von Strukturen zur Selbsthilfe hinzuwirken. Die Menschen sollen ermutigt werden sich gegenseitig zu unterstützen. Vor allem für Angehörige von Menschen mit Behinderung ist dies äußerst wichtig, um sich mit den Herausforderungen des Alltags nicht alleine gelassen zu fühlen. Das ambitionierte Projekt bewertete auch die Aktion Mensch so positiv, dass sie einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung der Arbeit beisteuerte. Und tatsächlich haben sich in vielen Orten rund um Iwano-Frankiwsk mittlerweile Elterinitiativen zur Selbsthilfe gebildet. Man ist füreinander da und organisiert gemeinsam die Freizeitaktivitäten. Für Mobilität sorgen unter anderem drei Busse der Caritas aus Fulda.

Gemeinsames Gruppenbild nach der feierlichen Einweihung. Foto: Caritas international / Christian Scharf

Gemeinsames Gruppenbild nach der feierlichen Einweihung. Foto: Caritas international / Christian Scharf

In der Stadt Burschtyn, die zum Wirkungsgebiet der Beratungsstelle gehört, ist die Elterinitiative besonders aktiv. Der Besuch aus Fulda wurde herzlich begrüßt und die zahlreichen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung stolz vorgestellt. In der Stadt Kalusch setzt sich der engagierte Ortspfarrer derzeit für Arbeitsmöglichkeiten für vier junge Menschen mit Behinderung ein. Sie werden zukünftig Kerzen für die Opferstöcke der Kirchen im Bistum ziehen. Auch die Verpackung und Vorbereitung des Versands sollen behinderte Menschen übernehmen. Die Fuldaer Caritas Delegation zeigte sich begeistert davon, mit welchem Elan die Menschen in der Westukraine das gemeinsame Projekte vorantreiben. Wir freuen uns bereits jetzt auf den Besuch im nächsten Jahr!


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Über Christian Scharf

Christian Scharf Dr. Christian Scharf ist Pressereferent vom Caritasverband der Diözese Fulda. Er schrieb für den Blog bereits von Dialog- und Pressereisen aus Kambodscha, Jordanien und dem Libanon. Regelmäßig ist Christian Scharf in der Ukraine unterwegs, denn hier hat Caritas Fulda einen Schwesterverband in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk, und von dort berichtet Christian Scharf immer wieder über den Fortgang gemeinsamer Hilfsprojekte.

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