24. Mai 2017   | Neuer Kommentar

Eine Partnerschaft von Fulda in die Ukraine

Die Caritas Fulda und die Caritas Iwano-Frankiwsk im Westen der Ukraine verbindet seit 8 Jahren eine enge Partnerschaft. Ein Besuch der Caritas Fulda bei den Kollegen und Kolleginnen und Kollegen macht erneut deutlich: Diese Partnerschaft soll unbedingt fortgesetzt werden.

Die beiden Schwester-Verbände arbeiten zusammen in der Behindertenhilfe.  Die Caritas Fulda unterstützt dabei den Ausbau der Werkstätten in Iwano-Frankiwsk, parallel unterstützt die hessische Caritas – mit Hilfe von Geldern der Aktion Mensch – die ukrainischen Partner beim Aufbau von Selbsthilfeorganisationen für die Eltern der Kinder und Jugendlichen mit Handicap.  

Pfarrer Wassyl im Gespräch mit den Gästen aus Fulda.
Foto: Christian Scharf / Caritas Fulda

Kürzlich war wieder eine Fuldaer Caritas-Delegation zu Gast in Iwano-Frankiwsk und hatte die große Freude,  bei der feierlichen Einweihung des Selbsthilfezentrums in Roshniativ durch Caritasdirektor Wolodymyr Chornij und Pfarrer Wassyl Pastuch dabei sein zu dürfen. Mit der neuen Einrichtung verfügen die Familien der jungen Menschen mit Handicap über einen geschützten Raum für Treffen, Austausch und gemeinsame Aktivitäten. Nicht zuletzt durch den Besuch der Einrichtung und dank der verschiedenen Gespräche, auch mit den Eltern der Kinder, ist für die Caritas Fulda klar: Die bewährte Partnerschaft soll auf jeden Fall weiter wachsen.

Besuch bei den Weltwärts-Freiwilligen

Einen Tag des Aufenthaltes nutzte die Fuldaer Caritas-Delegation auch für eine Fahrt nach Tysmenicja und Kolomyja im Südwesten der Ukraine: Dort sind die beiden, vom Bistum Fulda entsandten, Weltwärts-Freiwilligen Paula Oswald und Sophie Lotz bei der lokalen Caritas tätig. Beide stellten ihre eigenen Projekte vor. So lernte die Fuldaer Delegation die Arbeit der Selbsthilfegruppe in Tysmenicja kennen, die für die Kinder und Jugendlichen mit Handicap Betreuung und Freizeitaktivitäten organisiert und zusammen mit den Pfarrern des Ortes die Interessen der Menschen mit Behinderung vertritt. Noch trifft sich die Gruppe wöchentlich in der Sakristei. Zukünftig soll die Gruppe jedoch mehr Platz zur Verfügung haben, weshalb auf dem Gelände der Kirche zurzeit weitere Räume hergerichtet werden. Auch das große Grundstück mit Rasenfläche darf genutzt werden.

Aufstellung nehmen zum Gruppenfoto: Paula Oswald (2.v.l.) mit „ihrer“ Selbsthilfegruppe
Foto: Christian Scharf / Caritas Fulda

Paula Oswald unterstützt die Gruppe bei ihren Aktivitäten. Außerdem arbeitet sie in Iwano-Frankiwsk bei der Betreuung von Kindern mit, die aus Flüchtlingsfamilien oder Familien stammen, in denen diverse Problemlagen bestehen. In Kolomyja arbeitet Sophie Lotz in mehreren Projekten, unter anderem in einer Armenküche sowie in einem Projekt zur Unterstützung von Mädchen aus sozial schwachen Familien. Außerdem trainiert Sophie, selber Fußballspielerin, eine Fußballmannschaft aus Straßenkindern. Im Juli werden die beiden jungen Frauen ihren Einsatz beenden und nach Deutschland zurückkehren. Alle Beteiligten sind sich einig: Die Aktion ist ein großer Erfolg und ein Gewinn für alle. 2018 wird das Bistum Fulda daher erneut Freiwillige in die Ukraine entsenden. 

Mai 2017


Europa, Teilhabe bei Behinderung

Über Christian Scharf

Christian Scharf Dr. Christian Scharf ist Pressereferent vom Caritasverband der Diözese Fulda. Er schrieb für den Blog bereits von Dialog- und Pressereisen aus Kambodscha, Jordanien und dem Libanon. Regelmäßig ist Christian Scharf in der Ukraine unterwegs, denn hier hat Caritas Fulda einen Schwesterverband in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk, und von dort berichtet Christian Scharf immer wieder über den Fortgang gemeinsamer Hilfsprojekte.

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