16. November 2017   | Neuer Kommentar

Klimakonferenz in Bonn I Mehr Bildung für einen besseren Klimaschutz

Macht ernst mit dem Klimaschutz! Der Donnerstag gehört der Jugend und der Bildung – während die Ministerinnen und Minister die vorgelegten Papiere durchsehen und weiterverhandeln. Es ist noch viel zu tun in den verbleibenden Stunden bis zum morgigen Abschluss der 23. Weltklimakonferenz.

Tag 11 / Donnerstag, 16. November 2017

Aufruf der Jugend- Macht ernst mit dem Klimaschutz

Die Klimabildung soll mehr Bedeutung bekommen – erste Weichen dafür wurden mit dem Parisabkommen gestellt. So hat das Abkommen mit Artikel 12 den Themen Klimabildung, öffentliches Bewusstsein, Beteiligung der Öffentlichkeit und dem öffentlichen Zugang zu Informationen einen wichtigen Platz in der internationalen Klimapolitik eingeräumt. In Bonn wird das Sekretariat der Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen einen Bildungstag am 16. November organisieren (Education Day), der künftig jährlich auf allen Klimaverhandlungen seinen Platz findet. Hier sind auch insbesondere Jugendorganisationen beteiligt.

Bildung als Baustein

Die Caritas Delegierten halten die Klimabildung für einen wichtigen Baustein, der auch in den Projekten der Katastrophenvorsorge eine zentrale Rolle spielt: Damit Menschen dort, wo sie leben, Strukturen nachhaltiger verändern und sich besser gegen die Klimafolgen wappnen können, müssen sie Partizipationsmöglichkeiten erhalten und gestalten. Workshops und eine entsprechende Bildung kann die Grundlage dafür schaffen, dass die vom Klimawandel betroffenen Gemeinden neue Formen des Engagements kennenlernen, ausprobieren und gemeinsam anwenden können.

Eingang der Bonn Zone für die Zivilgesellschaft direkt hinter dem Security Check. Ein Bild, das sich am Education Day hoffentlich auch die Delegierten zu Herzen nehmen.

„Auch die Widerstandskräfte einer lokalen Gemeinde werden dann wachsen, wenn wir es schaffen, ihr eigenes Wissen aufzugreifen. Die traditionellen Wissenssysteme sind ein wertvolles Gut auch in der Vorsorge gegen den Klimawandel, und wir müssen das aufgreifen, bevor die Menschen abwandern“, sagt Benson Kibiti, Programmleiter von Caritas Kenia. Er betont damit einen Wissenstransfer in alle Richtungen und drängt darauf, dass die Klimafinanzierung auch diesen Prozess stärken muss, „um zu bewahren, was die Menschen bereits wissen.“

Grüne Umwelt in der Stadt für mehr Gesundheit – Flashmob auf der Weltklimakonferenz

Als Beispiel für eine gelungene Praxis werden im Rahmen der Veranstaltung “Today for tomorrow: facing climate change” UNESCO Schulen ihre Klimaprojekte präsentieren. Im Rahmen des Education Day stellen außerdem die ausgezeichneten Jugendlichen der „Global Youth Video Competition“ zum Thema Klimawandel ihre Geschichten vor.


Was tut die Caritas?

young caritas hat ein paar  hilfreiche Tipps für Klimaschützer. Denn: Natürlich müssen wir trotz Klimawandel heizen und mobil sein. Nur eben energieeffizienter als zuvor: weniger Verbrauch, mehr Ertrag. Unter der Erderwärmung leiden werden vor allem Menschen in ärmeren Regionen. Sie haben nicht die Mittel sich erschwerten Lebensbedingungen anzupassen.

  • Was wir tun können, steht hier.
  • Was der Wasserfußabdruck mit dem Klimawandel zu tun hat, das herfährt man ebenfalls auf der Homepage der young caritas
  • Und nicht zuletzt das Upcycling ist aktiver Klimaschutz. Praktische Tipps zum Konzept und einige Anleitungen.

Martina Backes


Arbeitsfelder, Klimakonferenz 2017

Über Martina Backes

Martina Backes (MB) Martina Backes, Journalistin und Filmemacherin, arbeitet als freie Mitarbeiterin für Caritas international. Meine Arbeit ermöglicht es mir, mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, ins Gespräch zu kommen und Aufmerksamkeit auf ihre Schicksale zu lenken.

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