Besuch aus der Ukraine

Eine Million Sterne in Erding

Dieses Jahr stehen bei der Solidaritätsaktion #EineMillionSterne die Menschen in der Ukraine im Mittelpunkt. Seit 2014 haben hier mehr als 2,5 Millionen Menschen ihr Zuhause verloren. Die Caritas Ukraine unterstützt Kinder und Jugendliche in schwierigen Wohnsituationen. Fachkräfte unserer Partnerorganisation besuchten dieses Jahr auch die #EineMillionSterne Aktion in Erding bei München.

Eine Million Sterne 2018 in Erding
Hunderte von Menschen standen im Lichtermeer am „Kleinen Platz“ in Erding (bei München) versammelt und bewiesen ein großes Herz für Kinder und Jugendliche in Not – in der Ukraine wie in Deutschland. Foto: Bauersachs

Auf der Bühne in Erding standen Nataliya Tchakenko, Zoryana Lukacvecka und Iryna Pukhnyak, allesamt Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe der Caritas Ukraine. Sie waren gerührt von so viel Anteilnahme und Solidarität, die sie für ihre Arbeit in Deutschland bei der Aktion „Eine Million Sterne“ erfuhren.

Sie erzählten vom Leid der vielen Binnenmigranten, die bei ihnen Flüchtlinge im eigenen Land sind. „Und es sind“, sagten sie, „die Kinder und Jugendlichen, die am meisten darunter leiden.“ Sie berichteten von den Jugendlichen, die auf der Straße leben, weil sie kein gutes Zuhause hatten oder haben. Sie erzählten von den vielen jungen Menschen, die in äußerst belastenden Familienverhältnissen leiden müssen, weil ihre Eltern, oft als Folge der Kriegswirren, überfordert oder suchtkrank sind. Sie erfuhren durch die vorherige zweiwöchige Austauschreise über die soziale Arbeit in der Ukraine und in Deutschland aber auch, dass in Deutschland Jungen und Mädchen ebenso prekären Situationen ausgesetzt sind, auch wenn kein Krieg im Land tobt. Und dass hier wie dort Caritashelferinnen und -helfer sich, in unermüdlichem Engagement, der Leidenden annehmen.

Eine Million Sterne 2018 in Erding
(v.l.)  Nataliya Tchakenko, Iryna Pukhnyak und Zoryana Lukacvecka von der Caritas Ukraine berichten über die vielen Binnenmigrantinnen und -migranten in ihrem Heimatland und über die Situation vieler Jungendlicher, die kein sicheres Zuhause kennen. Stefan Teplan (rechts), Journalist und Mitarbeiter bei Caritas international, übersetzt. Foto: Tim Dünkel

Eine Million Sterne: Die Not der anderen nie aus den Augen verlieren

„Herr“, betete Natliya Tchakenko bei einer in die Aktion eingebetteten Andacht, „hier in Deutschland wie bei uns in der Ukraine leiden Kinder und Jugendliche unter bedrückenden Verhältnissen, in die ihre Familien oft unschuldig geraten sind. Steh‘ diesen Kindern besonders bei und lass sie immer und überall Helferinnen und Helfer finden, die sich ihrer annehmen.“ Ihre Kollegin Zoryana Lukavecka rief dazu auf, dass die Solidarität, die bei der Aktion zum Ausdruck kam, niemals nachlassen solle: „Hier“, sagte sie mit Blick auf die leuchtenden Kerzen, „brennen viele Lichter. Ich wünsche mir, dass in unseren Herzen immer jenes Licht leuchtet, das uns die Not der Anderen sehend macht, damit wir niemals blind daran vorübergehen.“ Schöner hätte man nicht ausdrücken können, wofür die Aktion „Eine Million Sterne“ steht. Die drei Gäste der Caritas Ukraine waren von dieser so angetan, dass sie sie spätestens ab 2020 ebenfalls in ihrem Heimatland durchführen wollen.

Hier erfahrt ihr mehr über die Aktion “Eine Million Sterne”.

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