Flüchtlingspakt

Der globale Pakt für Flüchtlinge in Kürze: Den Worten müssen Taten folgen

Kurz nach dem UN-Migrationspakt wurde auch der UN-Flüchtlingspakt von einem großen Teil der Weltgemeinschaft angenommen. Ein kurzer Überblick über den Pakt und die Position der Caritas.

Warum war das Abkommen nötig?

Die Zahl der Flüchtlinge ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Derzeit befinden sich 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie noch nie. Und jeden Tag müssen mehr als 44.000 Menschen ihr Zuhause  verlassen. Sie fliehen vor Gewalt, Hunge  und den Auswirkungen akuter Katastrophen. Anders als oft angenommen finden 85 Prozent dieser Menschen Schutz in Ländern des globalen Südens, oft sind es die direkten Nachbarländer.

Was umfasst der Pakt?

Ein Ziel des Paktes ist es, innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft eine Verantwortungsteilung in Flüchtlingsfragen zu erreichen und Flüchtlinge besser zu schützen. Weitere Themen sind die  umfassende Bereitstellung von humanitären Maßnahmen, die Zusammenarbeit diverser Akteure und die Förderung der Selbstständigkeit der Geflüchteten.

Am 17. Dezember wurde der Pakt mit 181 Stimmen in der UN-Generalversammlung angenommen – nur die USA und Ungarn stimmten gegen den Pakt. Die Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend,stellt jedoch eine große Chance dar, die Aufgaben für den Schutz und die Aufnahme von Flüchtlingen besser und gerechter zu verteilen.

Kein Mensch flieht freiwillig – und viele von ihnen setzen sich lebensgefährlichen Reisen aus. Wie hier – im Oktober 2015 an der griechischen Küste –  kümmert sich die Caritas um Menschen, die alles verloren haben.

Was fordert die Caritas?

Der Verabschiedung des Flüchtlingspaktes müssen nun auch Taten folgen und die internationale Staatengemeinschaft muss sich, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft, solidarisch zeigen und die Umsetzung als Gemeinschaftsaufgabe verstehen.

Was tut die Caritas für Flüchtlinge?

Menschen, die durch Krieg, Unterdrückung, Hungerkatastrophen oder wirtschaftliche Not aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, erhalten von uns und unseren Partnern Schutz und Unterstützung. Unsere Aufgabe ist es, diese Menschen zu stärken und für ihr Recht auf menschenwürdige Behandlung einzutreten.

Caritas steht für Hilfe im In- und Ausland – mit vielen Beratungsstellen für Flüchtlinge in Deutschland, aber auch mit Migrantenzentren, die Caritas international vor allem in Afrika und dem Nahen Osten unterstützt.

Lesen Sie auch unseren Blog-Eintrag zum UN-Migrationspakt in Marrakesch

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