Alle Beiträge von Christine Decker

Christine Decker ist Referentin in der Öffentlichkeitsarbeit bei Caritas international. Als Verantwortliche für verbandsinterne Kommunikation leitet sie die fachlichen Austauschreisen von Kolleg/innen aus dem In- und Ausland.

Jordanien: Hunderttausende Flüchtlinge warten auf Frieden und Sicherheit

Jordanien, eines der rohstoff- und wasserärmsten Länder der Welt, hat infolge der vielen Krisen und Kriege im Nahen Osten seit 1948 mehreren Millionen Flüchtlingen Schutz gewährt. Seit Beginn des Syrienkrieges im Jahr 2011 kamen nochmals 650.000 Flüchtlinge dazu. Inzwischen zählt das Land mehr als neun Millionen Einwohner. Und dennoch erscheint uns Jordanien in diesen Tagen wie ein ruhiger Hafen mitten im Minenfeld des Nahen Ostens, das jeden Moment zu explodieren droht.

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Marokko: Kirche und Caritas – „Wir müssen immer wieder neu anfangen“

„Jedes Jahr verliert unsere Erzdiözese ein Viertel ihrer Gläubigen durch Abwanderung. Und jedes Jahr kommen ebenso viele Gläubige als Migranten neu dazu. Wir müssen also immer wieder neu anfangen“, fasst Msgr. Vincent Landel, der Erzbischof von Rabat, die Lage seiner Minderheitenkirche zusammen. Tatsächlich stellen die etwas mehr als 30.000 katholischen Gläubigen weniger als 0,1 Prozent der marokkanischen Gesamtbevölkerung dar. Und sie stammen aus mehr als hundert Ländern. Marokko: Kirche und Caritas – „Wir müssen immer wieder neu anfangen“ weiterlesen

Bolivien: Die Kaffee-Produktion schafft bessere Perspektiven

Nach unserem Besuch in der Gemeinde San Concepción fuhren wir* in Begleitung des Bischofs weiter nach San Felix. Die Landstraßen außerhalb von Coroico sind bis auf wenige Ausnahmen staubige Pisten. Sie bieten einen grandiosen Blick auf eine bewaldete Bergwelt, an deren Steilhängen fast alles gedeiht: Zitrusfrüchte, Bananenstauden, Kaffee- und auch Coca-Pflanzen. Bolivien: Die Kaffee-Produktion schafft bessere Perspektiven weiterlesen

Bolivien und Deutschland: Stadt – Land – Zukunft für ältere Menschen?

Am Dienstag, den 2. Juni 2015, machten wir* uns auf den Weg nach Coroico, einem etwa 90 Kilometer von La Paz entfernten Städtchen. Es liegt malerisch auf etwa 2.000 Metern Höhe und hat ein subtropisches Klima. Schon die Fahrt nach Coroico war ein Erlebnis. Bolivien und Deutschland: Stadt – Land – Zukunft für ältere Menschen? weiterlesen

Georgien: Im Haus der Caritas – die zwei Gesichter der Armut

Der vierte Tag unserer Reise hat uns am meisten bewegt und erschüttert. Auf einem Gelände, auf dem zu Sowjetzeiten eine Metallfabrik und ein Wohnheim für 400 Arbeiter standen, sind heute eine Suppenküche, eine Tagesstätte für 200 Kinder und Jugendliche, eine Wohngruppe für zehn Kinder aus schwierigsten sozialen Verhältnissen und eine Tagesstätte für 40 ältere Menschen untergebracht. Georgien: Im Haus der Caritas – die zwei Gesichter der Armut weiterlesen

Georgien: Gemeinsam Unmögliches möglich machen

Unsere erste Station heute war Martkopi, ein Dorf etwa 30 Kilometer östlich von Tiflis. Dort hat die Caritas vor wenigen Monaten die erste inklusive Wohngruppe in Georgien ins Leben gerufen: Zehn Kinder mit und ohne Behinderung aus schwierigsten sozialen Verhältnissen leben hier in einem Haus zusammen und werden von Sozialarbeiter(inne)n in einer familienähnlichen Atmosphäre betreut und begleitet. Georgien: Gemeinsam Unmögliches möglich machen weiterlesen

Georgien: Viel Armut und ziemlich viel Hoffnung

Heute fuhren wir nach Gori, das etwa 80 Kilometer nordwestlich von Tiflis liegt. Da die 30.000 Einwohner zählende Stadt im Grenzgebiet zu Südossetien liegt, wurde sie 2008 zum Kriegsschauplatz. Damals flohen 30.000 Georgier aus Südossetien, wo sie seit Generationen als Bauern ein einfaches aber gutes Auskommen gehabt hatten. Georgien: Viel Armut und ziemlich viel Hoffnung weiterlesen

Georgien: Ankunft in Tiflis

Deutschland ist im WM-Fieber und wir reisen nach Georgien! Aber während ich hier noch schnell meinen ersten Blog-Eintrag schreibe, haben die Deutschen ihr Auftaktspiel gegen Portugal bereits sicher für sich entschieden. Wir haben es beim Abendessen am Rande verfolgt und uns dabei von der georgischen Küche verwöhnen lassen. Georgien: Ankunft in Tiflis weiterlesen

Sechster Tag in Albanien: Ein Pilotprojekt für Kinder und Jugendliche und eine unerschrockene Caritas-Direktorin

Freitag, 31. Mai. In den vergangenen Tagen waren wir in Tirana und im Norden Albaniens unterwegs. Heute brechen wir Richtung Süden auf. Wir fahren über die Autobahn nach Durres und biegen dort nach Südosten Richtung Elbasan ab. Unser erstes Ziel ist das Dörfchen Lumas. Hier haben sich Vinzentinerinnen aus Italien niedergelassen und ein Klösterchen gebaut. Schwester Camilla, die Oberin, ist gleichzeitig Direktorin der Caritas Süd-Albanien. Die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen im flächenmäßig größten Bistum des Landes liegen ihr besonders am Herzen. Doch sie hat keinen leichten Stand.  Sechster Tag in Albanien: Ein Pilotprojekt für Kinder und Jugendliche und eine unerschrockene Caritas-Direktorin weiterlesen