Archiv der Kategorie: Asien

Indonesien: Nachbeben der großen Katastrophe

Jetzt habe auch ich eine ungefähre Ahnung davon, wie sich ein richtiges Erdbeben anfühlen könnte. Am 17.1. tanzte in meinem Zimmer in einem Gasthaus in Palu auf Sulawesi drei Sekunden lang die Erde. Für die Menschen hier ist ein solcher Erdstoß kaum der Erwähnung wert. Es handelte sich um eines der zig kleinen Nachbeben, von der Regierung wird es auf eine Magnitude von nur 4,1 eingestuft.

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Indonesien: “Willkommen in Mordor”

Er ist für die Bewohner Westjavas wahrlich zu einer Art Schicksalsberg geworden: Der Krakatau-Vulkan, der wenige Kilometer vor der Küste der indonesischen Insel aus dem Wasser ragt. Und noch immer brodelt er, mehr als drei Wochen nachdem ein riesiger Erdrutsch infolge seiner Aktivität einen rund fünf Meter hohen Tsunami ausgelöst hat. Indonesien: “Willkommen in Mordor” weiterlesen

„Die Erde tanzt gerade“ – Indonesien nach dem Tsunami

Oft beweisen gerade Menschen mit besonders harten Schicksalen den größten Humor. So auch Radja Dhana, ein Kokosnussverkäufer, der mir am Strand von Banten auf der Insel Java begegnet, jener Region Indonesiens, die der Tsunami Ende Dezember schwer getroffen hat. Nachdem Radja eine frische Kokosnuss mit der Machete aufgeschlitzt hat und seine um ihn herum stehenden Kunden das Wasser ausgetrunken haben, schnitzt er mehrere Löffel aus Resten der Frucht und sagt zu uns: „Tut mir ja leid, dass ihr nur diese bekommt. Aber der Tsunami hat alle meine Löffel weggespült“, und lacht. Sein Scherz ist angesichts von über 400 Toten infolge der Katastrophe etwas makaber, doch ist nicht gerade Humor und Leichtigkeit das, was den Menschen in dieser schwierigen Situation ein wenig Normalität und Halt wiedergibt?

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Bangladesch/ Rohingya: In Sicherheit gewogen

Jamtoli / Kutupalong / Balukhali. Ein für uns ungewohntes Wildwechsel-Schild steht an manchen Straßenrändern auf dem Gelände eines der Rohingya-Flüchtlingscamps: Im weißen Viereck ist kein Hirsch, kein Rehbock, sondern ein Elefant abgebildet. Die Gefahr, vor der gewarnt wird, kann nicht nur Autofahrer treffen, wie auf äußerst bittere Weise heute deutlich wurde. Bangladesch/ Rohingya: In Sicherheit gewogen weiterlesen

Bangladesch/ Rohingya: Extremste Gegensätze

Cox’s Bazar / Kutupalong. Punkt 12 Uhr mittags erreiche ich die Stadt Cox’s Bazar. Doch weder zum Mittagessen noch zum Einchecken im Hotel – das reicht auch spät abends – will ich mir Zeit nehmen. So schnell wie nur möglich möchte ich zu den Verteilaktionen der Caritas im knapp zwei Autostunden entfernten Kutupalong kommen.
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Bangladesch/ Rohingya: „Das ist eine Menge wert!“

Zu Besuch in einem Flüchtlingslager in Bangladesch. Mitglieder einer großen Rohingya-Familie berichten von ihrem langen Leidensweg und erzählen, dass sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben wie Menschen behandelt fühlen. Die Caritas Bangladesch unterstützt sie mit Nahrungsmitteln.
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Japan: Die Geisterstadt

Je näher man sich an die Geisterstadt Namie, nur wenige Kilometer vom Unglücksreaktor Fukushima Daiichi heranwagt, desto gespenstiger wirkt die Landschaft. Das Straßenbild ist geprägt  von Polizisten in Schutzanzügen und Dekontaminationstrupps. An den Tankstellen wird schon lange kein Benzin mehr verkauft und viele Häuser sind verbarrikadiert. Japan: Die Geisterstadt weiterlesen

Philippinen: Mangroven als Küstenschutz

Das Katastrophenvorsorgeprojekt von Caritas international auf der philippinischen Insel Samar zielt darauf ab, Menschen in Risikogebieten besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten. Die Schäden durch Wirbelstürme, Überschwemmungen und Erdrutsche sollen dadurch stark verringert werden. Philippinen: Mangroven als Küstenschutz weiterlesen