Archiv der Kategorie: Flucht und Migration

Caritas international verhilft Flüchtlingen und Migranten zu einem Leben in Würde.

Libanon: Schüsse statt Schutz

(LL) „We are all ok“, antwortet eine Sozialarbeiterin von Caritas Libanon auf meine besorgte SMS am Tag des Bombenattentats in Beirut. Aufatmen für den Moment. „We are all ok.“ Heute. Doch auch am nächsten Tag sind die Schlagzeilen aus Beirut wieder voll mit beängstigenden Nachrichten: „Gefechte“. „Schwere Krawalle“. „Angst vor Bürgerkrieg“. Libanon: Schüsse statt Schutz weiterlesen

Libanon: „La afham“

(LL) Wenn ich auf Reisen gehe, lerne ich gerne ein paar Brocken der Landessprache, einfache Worte wie Bitte, Danke und Guten Tag. Gestern lernte ich ein neues Wort und ich habe es wohl mindestens 100 Mal an einem Vormittag gesagt. Erst lachend, freundlich, Verständnis erhoffend. Dann ängstlich, beschwörend, resigniert. Das neue Wort heisst: „La afham“. – „Ich verstehe nicht.“ Libanon: „La afham“ weiterlesen

Libanon: Das unwirtliche Paradies

(LL) Eigentlich wäre es fast paradiesisch bei Abdelnasser und seiner Familie. Sie wohnen mitten im Grünen, umgeben von unberührter Natur. Doch je weiter man durch den Hain mit Zitronenbäumen, Auberginenpflanzen und Tomatenstauden läuft, desto trister wird der Ort. Sehr schnell verfliegt der erste, idyllische Eindruck und Erschütterung macht sich breit: In dieser Hütte, irgendwo im Nirgendwo, wohnt eine 7-köpfige Familie. Libanon: Das unwirtliche Paradies weiterlesen

Jordanien: Wie ein gelöschtes Feuer

(LL) So traurig, ernst und betrüblich alle Beiträge bisher waren; immer gab es irgendwo einen Hoffnungsschimmer, ein Kinderlachen, eine Sehnsucht, einen letzten Funken Energie. Irgendwas war da immer. Das wird auch heute so sein, denke ich. Guten Mutes mache ich mich zu  Nuhad und ihrer Familie auf.  Jordanien: Wie ein gelöschtes Feuer weiterlesen

Libanon: Meine stumme Freundin

(LL) Irgendwie war es Liebe auf den ersten Blick. Ich werde Hiba wohl nie mehr vergessen, auch wenn wir kein einziges Wort miteinander gewechselt haben. Während ich in Menye eine syrische Frau interviewe, die mir ihre Geschichte erzählt, über die Flucht aus Syrien, ihre behinderte Tochter und ihre Probleme, zieht ein junges Mädchen meine Aufmerksamkeit in den Bann. Libanon: Meine stumme Freundin weiterlesen

Libanon: “Viele schämen sich”

(LL) Ich bin seit fast einer Woche im Libanon, habe unzählige Geschichten gehört, viel Leid gesehen, große Angst gespürt. Immer wieder muss ich in diesen Tagen an einen Mann denken, dem ich in Baalbek begegnet bin. Es ist eigentlich eine ganz unspektakuläre Geschichte, und dennoch geht sie mir nach.  Libanon: “Viele schämen sich” weiterlesen

Libanon: “Was ist das für ein Leben, das wir führen?”

(LL) In Baalbek, einer Großstadt nordöstlich von Beirut, leben tausende Flüchtlinge aus Syrien. Wohnraum ist knapp, Geld haben die meisten Flüchtlinge kaum, Arbeit ist schwer zu finden. Also leben sie in notdürftig hergerichteten Räumen. Diese bieten Sicherheit vor dem Krieg – mehr aber auch nicht. Libanon: “Was ist das für ein Leben, das wir führen?” weiterlesen

Libanon: Andrang bei Caritas

(LL) Unweit der syrischen Grenze, nordwestlich von Beirut, liegt die Region Baalbek. Tausende Flüchtlinge haben sich hier niedergelassen. Viele von ihnen registrieren sich bei Caritas, damit sie Hilfsgüter erhalten, die sie dringen benötigen. Caritas Sozialarbeiterin Bernadette organisiert die Registrierung und die Verteilung der Güter. Libanon: Andrang bei Caritas weiterlesen