Archiv der Kategorie: Konflikte und Krisen

Caritas international leistet Hilfe für Menschen in Konflikt- und Krisengebieten.

Überleben in Trümmern – Mein Besuch in Aleppo

„Ich reise nach Syrien.“ Dieser Satz brachte mir in den vergangenen Wochen viele sorgenvolle Nachfragen ein. Kaum jemand reist zurzeit in dieses Land, aus dem wir seit über 8 Jahren nur noch Schreckensmeldungen hören. Viele nehmen wir gar nicht mehr wahr. So übersättigt sind wir. Johanna Klumpp, Mitarbeiterin bei Caritas international, begleitete eine Woche die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Caritas Syrien, vor allem in Aleppo. Überleben in Trümmern – Mein Besuch in Aleppo weiterlesen

Jordanien: Hunderttausende Flüchtlinge warten auf Frieden und Sicherheit

Jordanien, eines der rohstoff- und wasserärmsten Länder der Welt, hat infolge der vielen Krisen und Kriege im Nahen Osten seit 1948 mehreren Millionen Flüchtlingen Schutz gewährt. Seit Beginn des Syrienkrieges im Jahr 2011 kamen nochmals 650.000 Flüchtlinge dazu. Inzwischen zählt das Land mehr als neun Millionen Einwohner. Und dennoch erscheint uns Jordanien in diesen Tagen wie ein ruhiger Hafen mitten im Minenfeld des Nahen Ostens, das jeden Moment zu explodieren droht.

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Westjordanland: Leben in Freiheit?

Unglaubliche Weite am Horizont und im Tal reges Treiben auf den Straßen. Das sind die ersten Eindrücke beim frühmorgendlichen Blick aus dem Gasthaus in Bethlehem, in dem ich die nächsten Tage wohnen werde. Aus dem obersten Stockwerk kann man in der Ferne die Hügel Jordaniens sehen. Ein Gefühl von Freiheit macht sich breit. Trügerisch. Denn die Palästinenserinnen und Palästinenser sind alles andere als frei.

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Ukraine: Ein Land voller offener Wunden und Kriegsnarben

Meine Dienstreise in die Ukraine begann an genau jenem Tag, als in der Meerenge von Kertsch die ukrainischen Schiffe von der russischen Marine angegriffen wurden und ihre Besatzung festgenommen wurde. Kurz darauf stimmte das ukrainische  Parlament darüber ab, ob das Kriegsrecht ausgerufen wird. Ergebnis war ein „Kriegsrecht light“: 30 Tage statt 60 Tage und auch nur in den Regionen, die an Russland und an Transnistrien (Moldawien) grenzen.

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