Schlagwort-Archive: Tsunami

„Die Erde tanzt gerade“ – Indonesien nach dem Tsunami

Oft beweisen gerade Menschen mit besonders harten Schicksalen den größten Humor. So auch Radja Dhana, ein Kokosnussverkäufer, der mir am Strand von Banten auf der Insel Java begegnet, jener Region Indonesiens, die der Tsunami Ende Dezember schwer getroffen hat. Nachdem Radja eine frische Kokosnuss mit der Machete aufgeschlitzt hat und seine um ihn herum stehenden Kunden das Wasser ausgetrunken haben, schnitzt er mehrere Löffel aus Resten der Frucht und sagt zu uns: „Tut mir ja leid, dass ihr nur diese bekommt. Aber der Tsunami hat alle meine Löffel weggespült“, und lacht. Sein Scherz ist angesichts von über 400 Toten infolge der Katastrophe etwas makaber, doch ist nicht gerade Humor und Leichtigkeit das, was den Menschen in dieser schwierigen Situation ein wenig Normalität und Halt wiedergibt?

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Japan: Neues aus Fukushima

Jeder der Bewohner der Region Fukushima kann seine ganz persönliche Geschichte zu den Ereignissen vom 11. März 2011 erzählen. Auch fünf Jahre nach dem Erdbeben, dem Tsunami und dem atomaren Super-Gau an Japans Küste benötigen viele der Betroffenen noch Unterstützung.  Japan: Neues aus Fukushima weiterlesen
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Künstlicher Sternenhimmel für die Kinder von Fukushima

Bevor die schwere Katastrophe im März 2011 sich in Japan ereignete, spielten die Kinder in Soma in den Parks und auf den öffentlichen Spielplätzen. Die Stadt gehört zur Präfektur Fukushima. Heute geht das kaum, weil viele dieser Parks und Spielplätze vom Tsunami zerstört wurden und in Teilen der Stadt eine zu hohe radioaktive Belastung herrscht. Yoko HAYASHI berichtet aus Japan, wie mit Feizeitaktivitäten der Lebensmut der Kinder gestäkrt wird. Künstlicher Sternenhimmel für die Kinder von Fukushima weiterlesen
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Japan: Spielen, Bastlen, draußen sein – endlich!

Am 11. März 2013 jährt sich zum zweiten Mal der Jahres tag der Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall in Japan. Auch zwei Jahre danach sind die Folgen des Desasters noch immer deutlich spürbar. So müssen insbesondere im Umfeld des Reaktors von Fukushima tausende Menschen weiterhin in Behelfsunterkünften leben. Japan: Spielen, Bastlen, draußen sein – endlich! weiterlesen
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Japan: Gartenarbeit gegen Bewegungsmangel

(ST) Diesen Monat erreichte uns eine Nachricht über ein kleines Projekt in Japan, das großen psychischen Stress der Bewohner/innen in der Stadt Onagawa lindern kann, und zwar mit Gartenarbeit. Wie es dazu kam, davon berichtet uns heute Shinichiro Ohara von der Caritas Partnerorganisation AAR Japan. Japan: Gartenarbeit gegen Bewegungsmangel weiterlesen
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Japan: Austauschmöglichkeiten

(RW) Schon jetzt – ist die Traumaarbeit wichtig, die Aufarbeitung des Erlebten (siehe dazu auch Die ZEIT vom 8.9.) wird in Zukunft an Bedeutung noch zunehmen. Hier will die Caritas einen Schwerpunkt ihrer weiteren Arbeit setzen. Vor allem die Älteren – und noch viel mehr all jene, die ihre Lieben verloren haben – brauchen Zuspruch und Japan: Austauschmöglichkeiten weiterlesen
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Japan: Wasserkochen zur Traumabewältigung

(RW) Die Nahrungsmittelverteilungen sind inzwischen passé. In Ishinomaki wird allerdings nach wie vor heißes Wasser für die inzwischen nur mehr rund 120 Bewohner des Evakuierungszentrums zubereitet. Zu Spitzenzeiten waren über 1.000 Menschen zu versorgen. Da die lokale Verwaltung es – aus welchen Gründen auch immer – nicht schaffte, heißes Wasser für Tee und Suppen zur Verfügung zu stellen, konnte die Caritas hier eine Art Alleinstellungsmerkmal bekommen. Ihre Dienste sind überaus geschätzt.

Zusätzlich hat man ein Café eröffnet, das ab sechs Uhr morgens Tee, Kaffee und Suppen bereit stellt. Da die meisten der Evakuierten wieder ihren Beschäftigungen nachgehen können (und die Kinder zur Schule), erhalten sie so ein warmes Frühstück, das sie auf den Arbeitstag vorbereitet. Mittags und am Nachmittag kommen dann gerne die Älteren auf einen Plausch vorbei. Auch solche Alltagsgespräche können helfen, die Traumata zu bewältigen.

So hat eine vergleichsweise simple Maßnahme wie Wasserkochen eine enorme Bedeutung für die Betroffenen, etwas, das von außen her schwer in seinem Wert richtig einzuschätzen ist. Hatten wir beim Briefing in der Basis noch die Stirn gerunzelt, so glättete sich diese nach dem Besuch ganz schnell.

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