Vom Helfer zum Hilfsbedürftigen

(JM) Father Varghese, Direktor der Caritas Indien, wurde vom Helfer selbst zum Betroffenen einer Katastrophe: 

„Als ich selbst in einen Superzyklon gereit, wurde ich Zeuge der Intensität einer solchen Katastrophe. Sonst bin ich auf der Seite derjenigen, die den Betroffenen hilft, dieses Mal war es umgekehrt. Zu dem Zeitpunkt war ich mit dem Zug unterwegs. Ich bin eingeschlafen und als ich wieder aufwachte, stand der Zug still. Draußen tobte der Zyklon. Bäume wurde wie Streichhölzer umgeworfen und landeten auf den Gleisen. Wir konnten den Zug nicht verlassen. 84 Stunden waren wir im Zug gefangen. 

Ich hatte noch zwei Flaschen Wasser bei mir, aber ansonsten gab es weder etwas zu trinken noch zu essen. Nach einem Tag kamen ein paar Verkäufer vorbei und haben die Situation ausgenutzt. Sie verkauften den Senioren und Kindern Brot für 50 Rupien, normalerweise kostet ein Brot 3 bis 4 Rupien. Nach schier endlos langen drei Tagen konnte der Zug weiterfahren. Als wir am Bahnhof ankamen, lagen leblose Körper auf den Gleisen. Ich war tief betroffen – und bin es immer noch.“

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.