Sri Lanka: Es gibt noch viel zu tun

Wie sie meinen letzten Blogeinträgen entnehmen konnten, ist Sri Lanka noch weit von einer alltäglichen Normalität entfernt. Es gibt noch sehr viele Herausforderungen und unzählige Bedürfnisse, die noch nicht erfüllt sind. Zwei Jahrzehnte Bürgerkrieg haben tiefe Spuren bei der Bevölkerung und dem Land hinterlassen. Noch immer fehlt es an guter Bildung für Kinder aus armen Familien. Viele Frauen sind verwitwet und müssen alleine für den Lebensunterhalt ihrer Kinder und häufig auch ihrer Eltern aufkommen. Falls die (Ehe)Männer überlebt haben, so befinden sie sich meist noch in Gefangenschaft.

Mittel, um die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern, sind nur unzureichend vorhanden. Vor allem fehlt es an adäquater finanzieller Unterstützung. Die Bevölkerung hat fast keine Möglichkeit mit ihrer Arbeit genügend einzunehmen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, geschweige denn Ersparnisse anzulegen. Die meisten hausen unter schrecklichen hygienischen Bedingungen. Sanitäre Anlagen sucht man meist umsonst. Brunnen bzw. Trinkwasserquellen wurden durch Bombardements zerstört und verschmutzt.   

Für die Zukunft hoffen wir, mit unseren Projekten die Rahmenbedingungen für ökonomisches Wachstum und Fortschritt zu verbessern sowie Demokratie und die gesellschaftlichen Beziehungen zu fördern. Hilfe bei der Traumabewältigung und die Stärkung der Frau liegt uns auch sehr am Herzen. Auch werden wir uns weiterhin für verbesserte Bildungsmöglichkeiten engagieren, indem wir Textbücher und Schulmaterialien verteilen.

Auch wenn es noch immer sehr viel zu tun gibt, sind wir doch zuversichtlich, dass wir unser oberstes Ziel, schutzlosen Menschen zu helfen und langfristigen Frieden und Wohlstand zu sichern, erreichen werden.

Meine Kollegen und ich möchten uns bei ihnen für ihr Interesse an dem Schicksal der srilankischen Bevölkerung bedanken. Für die Zukunft wünschen wir ihnen alles Gute.

Ihr Father Sylvester und der Orden „Oblates of Mary Immaculate“

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