Dialogreise 2012 nach Kolumbien

(KB) Jedes Jahr veranstaltet Caritas international mit Führungskräften aus deutschen Caritas-verbänden Dialogreisen ins Ausland. Dabei lernen die TeilnehmerInnen Projekte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern von Ci kennen. Dieses Jahr ging die Dialogreise nach Kolumbien. Mit dabei war Thomas Gleißner, Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Caritasverband für das Erzbistum Berlin.

Tag 1

Impressionen aus Bogotá. Allgegenwärtig: Bunte Wandmalereien

(TG) Bunt bemalte Hütten neben modernen Hochhäusern, quirlige Betriebsamkeit – Eselkarren inmitten von hektischem Autoverkehr in der Acht-Millionen-Metropole Bogotá – das sind die ersten Eindrücke auf unserer Dialogreise nach Kolumbien. Organisiert von Caritas international ist eine deutsche Delegation aus Caritas und Kirche unterwegs in dem südamerikanischen Land. In acht Tagen soll die internationale Arbeit der Caritas in Kolumbien hautnah in Augenschein genommen werden.

 

Von den Spaniern verschont geblieben sind die Schätze im Museo de Oro

Bogotá ist die Hauptstadt im Herzen Kolumbiens. Am ersten Tag lernen wir die Stadt kennen. Begleitet von Friedrich Kircher und Benedikt Kraus, Auslandsmitarbeitern von Caritas international, geht es zum Plaza Bolivar mit der Catedral Primada de Columbia. Die Kathedrale wurde Anfang des 19. Jahrhundert errichtet. Am Rande der Plaza steht auch der Justizpalast, der 1985 durch M-19-Guerilleros besetzt und nach schwerem Beschuss durch das kolumbianische Militär zurückerobert wurde. Anschließend geht es zum Museo de Oro (Goldmuseum). Die größte Sammlung präkolumbianischer Goldgegenstände und eines der wichtigsten Museen Lateinamerikas. Dann mit der Seilbahn zum Cerro de Monserrate auf 3.150 Meter. Ein atemberaubender Blick über die Stadt.

Idylle über dem Moloch: Auf dem Cerro de Monserrate auf 3.150 Metern Höhe

Wieder im Hotel führt uns Stephan Miethke, internationaler Berater der bischöflichen Versöhnungskommission Kolumbiens, in die wechselvolle Geschichte des Landes ein. 50 Jahre Bürgerkrieg haben 200.000 Menschenleben gefordert. Vier Millionen Menschen wurden vertrieben. Die aktuellen Friedenverhandlungen zwischen der Farc-Guerilla und dem Staat geben nun Anlass zur Hoffnung, dass der Bürgerkrieg beendet werden kann.

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