One Human Family – Food for All

(FK) Caritas Europa nutzt den heutigen UN-Tag der  Menschenrechte  als Anlass, um auf das Recht auf Nahrung für alle aufmerksam zu machen. 164 Caritas-Organisationen auf der ganze Welt, darunter auch Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes,  starten die gemeinsame Kampagne „One Human Family – Food for All“. In seiner Video-Botschaft fordert Papst Franziskus zur Unterstützung der weltweiten Caritas-Kampagne auf.

Die Caritas empfindet es als Skandal, dass weltweit 870 Millionen Menschen der Zugang zu  nahrhaften Essen verwehrt ist, während ein Drittel der weltweit produzierten Nahrung schlecht oder weggeworfen wird.  Jeder Konsument, aber auch Produzent von Lebensmitteln, ist dazu aufgerufen, sein Verhalten im  Umgang mit Nahrungsmitteln zu reflektieren.

Mit der Kampagne „One Human Family – Food for All“ möchte die Caritas einerseits die Regierungen dazu aufrufen, das Menschrecht auf Essen für alle umzusetzen und anderseits darauf hinweisen, dass eine Ernährung einer Weltbevölkerung von schätzungsweise 9,6 Milliarden Menschen im Jahre 2050, nur mit nachhaltigen Anbau-Methoden möglich sein wird. Primäres Ziel ist das Ende des weltweiten Hungers im Jahr 2015. Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen.

Mit dem persönlichen Engagement in folgenden Bereichen kann jeder selbst gegen den Hunger aktiv werden.

In Bolivien sind die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren.
In Bolivien sind die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren. (Foto: Caritas Internationalis)

Niemand zweifelt heutzutage noch am Klimawandel. Besonders die ärmsten Länder der Erde bekommen bereits jetzt die verheerenden  Auswirkungen zu spüren: Fehlender Niederschlag führt zur extremer Dürre und Hunger. Sauberes Trinkwasser wird immer knapper. Die Erosion der Erde verstärkt die Gefahr von Überflutungen und dadurch werden ganze Ernten vernichtet.

Erosion und Trockenheit nehmen zu.
Erosion und Trockenheit nehmen zu. (Foto: Caritas Internationalis)

Dein eigener „Lifestyle“ hat immer Auswirkungen. Hinterfrage dein Konsumverhalten. Wie und was konsumierst du?  Wie umweltbewusst werden die Produkte, die du konsumierst, hergestellt? Trägt dein Verhalten zum Klimawandel und damit zum Hunger bei? Fahre mit dem Fahrrad oder nutze die öffentlichen Verkehrsmittel anstatt dein Auto. Recycle anstatt wegzuschmeißen.

Ausländische Investoren kaufen zu Spotpreisen riesige Anbauflächen in Afrika, Asien und Osteuropa. Dieser Landraub, genannt land-grabbing, begünstigt die reichen Staaten, in welche die Agrarprodukte exportiert werden. Einheimische Farmer und einfache Bauern werden häufig massiv ihrer Rechte beraubt und am Anbau für den einheimischen Markt gehindert. Informiere dich über den Landraub.

Krieg und bewaffnete Konflikte verursachen anhaltende Hungernöte. Die Wirtschaft bricht zusammen, Millionen von Menschen befinden sich auf der Flucht, Felder liegen brach oder ganze Ernten verrotten. Durch Landminen und radioaktive Munition wird Landwirtschaft auf riesigen Streifen fruchtbarer Erde unmöglich oder lebensgefährlich.

Caritas international leistet weltweit Humanitäre Hilfe und setzt sich mit nachhaltigen Projekten für ein Ende des Hungers in der Welt ein.

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