Tansania: Dialogreise vom 28. November bis 6. Dezember

2015_Tansania_Tag4_MaterialienTag 4 – Dienstag: Wechsel und Einführung in die neue Kita-Welt: Wir verlassen das heiße Daressalam und fliegen nach Arusha Town. Heute besuchen wir ein Vorschulprojekt, das schon seit 18 Jahren von Caritas international unterstützt wird. Wir sind sehr gespannt.

Es ist nur ein kurzer Flug, knapp eine Stunde, mit einer Propeller-Maschine, dann landen wir auf dem kleinen Flughafen von Arusha Town, offensichtlich Ausgangspunkt für die Safari-Flieger, von denen mehrere Dutzend kleine Maschinen zur Verfügung stehen. Fast am Ausgang steht eine im Zebra-Kleid lackierte mit der Aufschrift „Frankfurt Zoological Society“. Erinnerungen an Film und Buch „Serengeti darf nicht sterben“ kommen hoch.

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Das Gepäck wird am Flughafen in Arusha Town mit einem handgezogenen Wagen gebracht. Foto: Harald Westbeld

Für das Gepäck gibt es einen handgezogenen Gepäckwagen. Vor dem Empfangsgebäude, eigentlich nur ein Durchgang, wird er abgeladen und muss noch einmal zurück zur Maschine, um eine zweite Ladung zu holen. Am Ausgang warten unsere vier Fahrer auf uns. Sie werden uns in den nächsten Tagen durch den auch hier nicht minder dichten Verkehr und das Gelände fahren.

Jetzt geht es nur noch mit robusten Landcruisern voran, wie wir vor allem auf der Zufahrtsstraße zu unserer Lodge erleben, die herausforderndste Piste, die wir in diesen Tagen erleben. Über Stock und Stein und vor allem über tiefe Rinnen mit noch tieferen Gräben an den Seiten rumpeln wir bergan.

Vorschul-Projekt

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Eine Vielfalt von Spielen, mit denen sich die Kinder Zahlenräume erschließen, zeigen Mary und Stellas “Assistentin” Angelika Berger (links) und Heike Riedel. Foto: Harald Westbeld

Umso größer der Kontrast, als wir vor dem Tor der Ilboru Safari Lodge halten, das sogleich vom Wachmann geöffnet wird. Wir ziehen in diese Oase ein, die von einer Niederländerin geleitet wird. Angenehm temperiert ist es hier auf 1.350 Meter Höhe und auch jetzt in der Mittagssonne gibt es viel Schatten.

Nach dem Mittagessen erst mal wieder eine Powerpoint: Einführung in das Projekt „Vorschule“, das seit 18 Jahren von Caritas international unterstützt wird. Stella, Mary und ihre Kollegin haben auf Tischen am Rand eine Vielzahl von Materialien ausgebreitet, die die Theorie anschaulich machen.

Für die  Themenecken in den Vorschulen – die unseren Kindergärten entsprechen – nutzen sie viele mit einfachsten, in der Natur zu findenden Materialien selbst gestaltete Spiele. Stella und Mary haben aber auch eigene Ratgeber für die Eltern verfasst zu Themen wie Hygiene oder Wasser. Ausführlich wird nicht nur alles angeschaut, sondern auch ausprobiert.

 

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Caritas international-Leiter Oliver Müller probiert ein Spiel aus. Foto: Harald Westbeld

Der Abend bietet gutes Essen, Ruhe und Muße für Gespräche über das bisher Gesehene – eine kleine Ruhepause, bevor es morgen „ins Feld“ zu den Projekten geht.

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Die “Vorschulen” bieten in ihren Büchereiecken Bilderbücher und selbst produzierte Broschüren an, auch für die Eltern. Bild: Harald Westbeld

 

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