Ein Mann mit rosa Schal vor einem Mikrofon.

„Die derzeitige Corona-Krise ist global und trifft uns alle“

In Jordanien sind bisher rund 80 Corona-Fälle bekannt. Caritas international sprach hat mit Wael Sulieman, Generaldirektor der Caritas Jordanien, über die aktuelle Lage und die Arbeit der Caritas.

Wie ist die aktuelle Situation in Jordanien bezüglich des Corona-Virus?

Die derzeitige Krise trifft nicht nur ein Land, eine bestimmte Organisation oder einen bestimmten Kontinent – sie ist global und betrifft uns alle. Wie in anderen Ländern der Welt leben die Menschen in Jordanien gerade in Angst und Sorge. Die Regierung tut ihr Bestes, um die Situation zu kontrollieren. Rund 5.000 Menschen, die letzte Woche aus anderen Ländern eingereist sind, befinden sich zurzeit in Quarantäne. Bis heute hat die Regierung fast hundert positiv getestete Corona-Fälle im Land bestätigt. Eine Person konnte erfolgreich behandelt werden. Mittlerweile ist in allen Teilen des Landes eine vollständige Ausgangssperre in Kraft getreten.

Was bedeutet die Ausgangssperre für die Arbeit der Caritas Jordanien?

Auf Anweisungen der Regierung haben wir alle Büros der Caritas geschlossen.  Unsere tägliche Arbeit müssen wir für zunächst 14 Tage einstellen. Damit mussten wir vorerst auch unsere Gesundheitszentren schließen und können unsere wichtige Arbeit dort nicht fortsetzen.

Gibt es Hoffnung, dass die Kliniken bald wieder öffnen dürfen?

Die jordanische Regierung will einigen Organisationen eine Sondererlaubnis erteilen, damit sie ihre Arbeit fortsetzen können. Noch ist unklar, wie solche Regelungen aussehen und ob sie für die Caritas-Kliniken greifen werden.

Was geschieht mit den anderen bisher eingestellten Maßnahmen?

Es ist zu erwarten, dass wir einige unserer Projekte nicht innerhalb des Projektzeitraums umsetzen können. Hier müssen wir neu planen. Aber wir bleiben optimistisch: Wir als Caritas Jordanien arbeiten hart dafür, dass alle Projekte nach der Neuplanung fortgesetzt werden können.

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