Alle Beiträge von Holger Vieth

Der Politikwissenschaftler und ehemalige Agenturjournalist ist seit 2014 bei Caritas international. Als Pressereferent und Online-Redakteur kümmert er sich um Medienanfragen aller Art und versucht den Spendern die vielen Projekte mit viel Farbe näher zu bringen.

„Proteste sind Schrei nach Gerechtigkeit“

Der Krieg in Syrien stellt auch für die Menschen des vergleichsweise kleinen Libanon eine große Herausforderung dar. Noch immer beherbergt der Staat hunderttausende Geflüchtete aus dem Nachbarland. Parallel gehen die Proteste gegen die Regierung in eine neue Phase. Im Interview gibt Paul Karam, Präsident der Caritas Libanon, Einblicke in die Situation vor Ort – und wählt deutliche Worte.

„Proteste sind Schrei nach Gerechtigkeit“ weiterlesen

Indonesien: Nachbeben der großen Katastrophe

Jetzt habe auch ich eine ungefähre Ahnung davon, wie sich ein richtiges Erdbeben anfühlen könnte. Am 17.1. tanzte in meinem Zimmer in einem Gasthaus in Palu auf Sulawesi drei Sekunden lang die Erde. Für die Menschen hier ist ein solcher Erdstoß kaum der Erwähnung wert. Es handelte sich um eines der zig kleinen Nachbeben, von der Regierung wird es auf eine Magnitude von nur 4,1 eingestuft.

Indonesien: Nachbeben der großen Katastrophe weiterlesen

Indonesien: “Willkommen in Mordor”

Er ist für die Bewohner Westjavas wahrlich zu einer Art Schicksalsberg geworden: Der Krakatau-Vulkan, der wenige Kilometer vor der Küste der indonesischen Insel aus dem Wasser ragt. Und noch immer brodelt er, mehr als drei Wochen nachdem ein riesiger Erdrutsch infolge seiner Aktivität einen rund fünf Meter hohen Tsunami ausgelöst hat. Indonesien: “Willkommen in Mordor” weiterlesen

„Die Erde tanzt gerade“ – Indonesien nach dem Tsunami

Oft beweisen gerade Menschen mit besonders harten Schicksalen den größten Humor. So auch Radja Dhana, ein Kokosnussverkäufer, der mir am Strand von Banten auf der Insel Java begegnet, jener Region Indonesiens, die der Tsunami Ende Dezember schwer getroffen hat. Nachdem Radja eine frische Kokosnuss mit der Machete aufgeschlitzt hat und seine um ihn herum stehenden Kunden das Wasser ausgetrunken haben, schnitzt er mehrere Löffel aus Resten der Frucht und sagt zu uns: „Tut mir ja leid, dass ihr nur diese bekommt. Aber der Tsunami hat alle meine Löffel weggespült“, und lacht. Sein Scherz ist angesichts von über 400 Toten infolge der Katastrophe etwas makaber, doch ist nicht gerade Humor und Leichtigkeit das, was den Menschen in dieser schwierigen Situation ein wenig Normalität und Halt wiedergibt?

„Die Erde tanzt gerade“ – Indonesien nach dem Tsunami weiterlesen

Japan: Die Geisterstadt

Je näher man sich an die Geisterstadt Namie, nur wenige Kilometer vom Unglücksreaktor Fukushima Daiichi heranwagt, desto gespenstiger wirkt die Landschaft. Das Straßenbild ist geprägt  von Polizisten in Schutzanzügen und Dekontaminationstrupps. An den Tankstellen wird schon lange kein Benzin mehr verkauft und viele Häuser sind verbarrikadiert. Japan: Die Geisterstadt weiterlesen